Gesundheitsfürsorge: OP-Pflege in Eritrea
Ein einblickreicher Artikel des Georg Thieme Verlags über unsere Arbeit und den Aufbau einer besseren Gesundheitsfürsorge mit den eritreischen Kollegen.
Ein einblickreicher Artikel des Georg Thieme Verlags über unsere Arbeit und den Aufbau einer besseren Gesundheitsfürsorge mit den eritreischen Kollegen.
Die Hauptprobleme liegen in einer zuverlässigen Diagnostik und Beschaffung der Medikamente. Wir haben für die Zeit, in der nicht permanent ein Pathologe vor Ort ist, mehrere alternative Wege zur histologischen Befunderstellung besprochen.
Seit 2012 unterstützt der Verein For Eritrea e.V. die Einführung der minimal-invasiven Chirurgie. Immer wieder werden wir Zeuge von tragischen Verläufen, die in fehlender Infrastruktur, fehlender Medikamente und mangelhafter ärztlicher Versorgung aufgrund unzureichender Kenntnisse, die besonders in ländlichen Regionen ihren Ursprung finden.
Unser Einsatz im November 2019 hatte primär das Ziel, die Geburtshilfe im Edaga Hamus Hospital zu unterstützen bzw. das dortige medizinische Personal zu schulen und Ziele für weitere Einsätze festzulegen.
Seit 2012 gibt es die Initiative „For Eritrea – Medical Support in Partnership“, die die Gesundheitsfürsorge für Mütter, Kinder und Frauen in dem ostafrikanischen Land verbessern möchte. Der seit 2017 eingetragene Verein arbeitet als medizinische Hilfsorganisation (NGO) zur Förderung des öffentlichen Gesundheitswesens und der öffentlichen Gesundheitspflege – und das gemeinsam mit eritreischen Partnern.
Solange das Projekt im Orotta stattfinden soll, muss Dr. Habteselassie über alle Planungen informiert werden, darauf sollte akribisch geachtet werden. Ich halte es für sehr wichtig, dass wir keine OPs ohne Beteiligung der eritreischen Kollegen durchführen.
Am Montag begann der Einsatz mit den ersten Chemotherapien sowie die Materialaufnahme und das Einsortieren der mitgebrachten Medikamente. Die beiden, zu unserer Überraschung, neuen Pharmatechniker, mussten angelernt werden, was unsere Onkologieschwerster Sonja Wakulat und ich gemeinsam zu bewerkstelligen hatten. Nach einer Woche konnte zumindest einer der beiden PTA’s selbstständig arbeiten
Erfreulicherweise hat sich in der Geburtshilfe einiges im Vergleich zum letzten Einsatz im April 2019 verbessert, da seit 6 Monaten 5 neue General Practitioners eingestellt wurden, die darauf hoffen, dass in Zukunft ein Facharztprogramm für Gynäkologie gestartet wird.
Bei dem Benefizkonzert am Samstag, 21. September 2019 um 18:30 Uhr im Konzertsaal der Universität der Künste in Berlin sollen finanzielle Mittel für die Fortführung der bereits begonnenen musikpädagogischen Projekte in Eritrea sowie die Anschaffung moderner Unterrichtsmaterialien akquiriert werden.
Bereits 18 Mal reiste unsere Gynäkologin Frau Dr. Graubner nach Eritrea, um vor Ort zu operieren und das Personal vor Ort weiterzubilden. Ziel ist es, die eritreischen Ärzte und Schwestern so auszubilden, dass sie erkrankte Frauen behandeln können.